Öl selbst herstellen


Speiseöl lässt sich sehr leicht selbst herstellen wenn man eine Ölpresse zu Hause hat. Das Projekt kann man sehr gut gemeinsam mit den Kindern durchführen. Man kann die Saat gemeinsam aussuchen und beobachten, wie das Öl gewonnen wird. Abschließend kann man das Öl zusammen probieren.

Für die Herstellung von Öl eignen sich eine Vielzahl von verschiedenen Saaten die einen hohen Ölgehalt haben. Dazu gehören beispielsweise Walnüsse oder Haselnüsse mit einem Ölgehalt von jeweils ca. 60 Prozent, Kürbiskerne (ca. 45 Prozent) oder auch Sonnenblumenkerne (ca. 40 Prozent). Interessant finde ich auch, das man beispielsweise auch aus Bucheckern oder Eicheln Öl herstellen kann. Eicheln von der heimischen Stieleiche eignen sich allerdings nur bedingt, da sie nur einen geringen Fettgehalt von ca. 15 Prozent haben.

Das Öl kann aus der Saat auf unterschiedliche Weise herausgelöst werden. Neben dem mechanischen pressen lässt es sich auch chemisch lösen. Für das chemische Verfahren wird die Saat zerkleinert und mit einem Lösungsmittel versetzt. Dann wird das Gemisch erhitzt wodurch das Lösungsmittel verdampft und das Öl zurückbleibt. Ein Nachteil ist allerdings, das Reste des Lösungsmittels zurückbleiben und das Öl danach raffiniert werden muss, um die unerwünschten Stoffe zu entfernen.

Bei der Pressung von Öl unterscheidet man zwischen Kaltpressung Und Heißpressung. Bei der Kaltpressung wird ohne zusätzliche Wärmezufuhr gepresst. Wärme entsteht allerdings durch Reibung und liegt bei ca. 40 Grad. Der Vorteil ist, das die Vitamine fast vollständig erhalten bleiben. Von Heißpressung spricht man hingegen, wenn die Saat vor oder während des Pressens erwärmt wird. Meistens liegen die Temperaturen dabei bei über 100 Grad. Der Vorteil der Heißpressung ist die höhere Ausbeute, allerdings leidet der Vitamingehalt darunter.

Das gewonnen Öl unterscheidet sich sehr stark von Öl, was industriell gefertigt wird. Es ist insgesamt trüber und hat einen viel intensiveren Geschmack.